Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 452 mal aufgerufen
 Aktuell (themenbezogen, z.Z. nur lesen)
**** Offline



Beiträge: 83

16.02.2014 15:45
Allgäu Airport ruft nach Vater Staat Zitat · antworten

Laut einem Bericht der Memminger Zeitung vom 11.2.14 fordern mehrere Gesellschafter des Allgäu Airport den finanziellen Einstieg des Freistates am Memminger Flughafen. Ministerpräsident Seehofer sagte ein Gespräch mit Vertretern der Anteilseigner in der Staatskanzlei zu.

Neu ist das Bestreben, den Steuerzahler zur Kasse zu bitten, auf keinen Fall. Es darf sogar als eine von Anfang an geplante Strategie angesehen werden. Bereits am 13.8.2009 wurde Geschäftsführer Schmid in der MZ mit dem Ausspruch zitiert, man werde "weiter versuchen, den Staat auch finanziell mit ins Boot zu holen." Die jetzt erfolgte Forderung nach Hilfe durch den Staat kann durchaus als ein Offenbarungseid angesehen werden. 2012 hat FMM einen Verlust von 1,1 Millionen Euro eingefahren, 2013 wird er auf ähnlichem Niveau, vermutlich aber noch etwas höher gelegen haben.

Seehofers Gesprächszusage dürfte ein Leuchten in die Augen der Beteiligten gezaubert haben. Daß der Staatsregierung dank einer etwas eigenen Sicht auf Flughäfen das Geld für deren Förderung locker sitzt, hat sich in erschütternder Klarheit am Flughafen Hof gezeigt. Dort wurde die letzte verbliebene Verbindung (nach Frankfurt) trotz einer viel zu geringen Nachfrage mit 1 Mio. Euro künstlich am Leben erhalten, bis sie letztendlich doch eingestellt wurde.

Schmidts Angaben zufolge rechnet man am Airport für heuer mit 840.000 Passagieren. In dieser Größenordnung scheint man es sich gemütlich zu machen, kein Wort mehr von der einst angestrebten Passagiermillion. Das wäre dann das vierte Jahr der Stagnation am Memminger Flughafen - und mit jedem Jahr rücken die prognostizierten 2,8 bzw. 2 Millionen* Passagiere p.a. in 2025 in weitere Ferne.

* : Mit bzw. ohne Ausbau

segelflieger ( Gast )
Beiträge:

16.02.2014 20:30
#2 RE: Allgäu Airport ruft nach Vater Staat Zitat · antworten

Der Freistaat wird aber kaum ohne Gebietskörperschaften einsteigen.
In Hof, Nünrberg und München sind jeweils die Stadt und/oder der Landkreis beteiligt. Das wird dann noch spannend am FMM.

Die 840.000 Passagiere sind evtl. eher ein Wunschdenken des Airport-GF. Glaube kaum, dass Donetsk und Shannon die vier gestrichenden Ryanair-Ziele ersetzten. Germania oder AB flog letztes Jahr doch nach Mallorca. Das fällt auch raus.

Interessant ist, dass FDH kräftig zulegt. Die haben massenweise Istanbul und Antalya im Programm. In Istanbul entsteht ein neuer großer Hub. D.h. ab FDH kann man jetzt sowohl über Frankfurt als auch Istanbul durchchecken und in Düsseldorf, Hamburg, Berlin und Köln-Bonn hat man zumindest Anschluss an die große Welt und teilweise mehrere Flüge täglich dorthin. FDH entwickelt sich zum Flugplatz für die Geschäftsreisenden und FMM bleibt absoluter Billigflughafen.

Die Airport-Welt teilt sich m.E. gerade. Die Rynair-Ports in der Provinz oder nahe bei grpoßen Airports verhungern an der ausgestreckten Hand von O'Leary (Lübeck, Hahn, Weeze) oder sind schon tot (Cochstedt, Altenburg). Die größeren erfreuen sich über den Zulauf durch Ryanair (Nürnberg, Dortmund, Köln/Bonn), der zumindest optisch aufhübscht. Andere wie Münster oder Paderborn versuchen irgendwie so durchzukommen und setzen u.a. wie Freidrichshafen auf Geschäftsreisende.

Wo wird der FMM sich da wohl posititionieren können?

Ob und wie lange Germanwings in FMM noch durchhält bleibt ebenfalls spannend.

naja ( Gast )
Beiträge:

18.02.2014 09:37
#3 RE: Allgäu Airport ruft nach Vater Staat Zitat · antworten

Herr Schmid muß sich beeilen den Staat ins Boot zu holen.

Die EU will/wird dem Subventionswahnsinn von Regionalflughäfen nun endlich einen Riegel vorschieben....und dies trifft dann auch die Ryanair.

"Die Europäische Union macht mit ihren bereits im Vorjahr vorgestellten Plänen zur Begrenzung von Subventionen für Regionalflughäfen langsam aber sicher Aktion scharf. Am Donnerstag soll eine Leitlinie vorgestellt werden, welche nach einer Übergangsfrist von zehn Jahren keine Subventionen unwirtschaftlicher Regionalflughäfen mehr gestattet.

Brüssel will aber grundsätzlich keine Subventionen für Flughäfen akzeptieren, die weniger als eine Stunde Fahrzeit oder 100 Kilometer voneinander entfernt liegen. In Deutschland wäre das beispielsweise in Saarbrücken und Zweibrücken der Fall, die in der Luftlinie nicht einmal 40 Kilometer zwischen sich haben"

Friedrichshafen - Memmingen sind auch unter 100 km /so 85 km??

unternehmer ( Gast )
Beiträge:

04.06.2014 00:43
#4 RE: Allgäu Airport ruft nach Vater Staat Zitat · antworten

Der Allgäu Airport scheint tatsächlich pleite zu sein. Die Unternehmer wollen anscheinend nicht mehr investieren....

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/bodensee/allgaeu-airport-memmingen-ausbau-des-flughafens-verzoegert-sich/-/id=1542/did=13511610/nid=1542/1kqhzmh/

naja ( Gast )
Beiträge:

10.06.2014 08:56
#5 RE: Allgäu Airport ruft nach Vater Staat Zitat · antworten

Jedes Spielgeld geht irgendwann zu Ende (:-

 Sprung