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Dieses Thema hat 9 Antworten
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Beiträge: 83

21.07.2014 18:59
Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Der Ruf des Allgäu Airport nach Vater Staat (wir berichteten darüber) wurde erhört. In der heutigen Ausgabe schreibt die MZ, daß der Freistaat dem Memminger Flughafen helfen wolle, allerdings wohl nicht durch einen Beitritt zur Betreibergesellschaft. Es werde "eher eine andere Variante" geben, sagte ein namentlich nicht genannter Landespolitiker, nachdem das Thema bei der Klausurtagung des bayerischen Kabinetts in St. Quirin besprochen worden war. Bei der Form der Finanzierung müsse man "kreativ rangehen und sondieren". Denkbar sei eine Lösung "unter der Überschrift Wirtschaftshilfe", so ein ebenfalls nicht namentlich genannter Insider. Auch ein EInstieg des Landes über eine Beteiligung des Münchner Flughafens sei als "Plan B" möglich.

Horst Seehofer soll gesagt haben. "Da müssen wir was tun". Wir können nur ahnen, auf welcher Basis er zu dieser Erkenntnis gelangt ist. Die höchst umstrittenen Studie der Uni Augsburg zur Kaufkraft der ankommenden Touristen und die nicht minder hochfliegende Prognose zur Entwicklung der Passagierzahl werden wesentliche Elemente gewesen sein. Daß diese geprüft wurden, ist mehr als fraglich.

Spätestens jetzt sollte jedem klar werden, daß die rosaroten Zukunftsbilder, die noch vor wenigen Jahren gemalt wurden, nichts als Schall und Rauch waren. Die derzeitige Entwicklung ist eine schallende Ohrfeige für die Betreiber: Es geht nicht ohne den Staat. Anders als seinerzeit dargestellt ist es eben doch kein Garant für den Erfolg eines Flughafens, wenn erfahrene Unternehmer die Betreiber sind. Gleichzeitig werden die frühen Prognosen der Flughafengegner, denen zufolge der Flughafen nicht rentabel zu betreiben wäre, vollauf bestätigt.

Könnte Memmingen jetzt also doch ein "Ausweichflughafen" für München werden? Das ist nicht anzunehmen. Zum einen werden die Müchner kein Geschäft aus der Hand geben, das sie selber machen könnten. Zum anderen kann ein Hubflughafen wie MUC mit einem mehr als 100km entfernt liegenden Provinzflughafen nichts anfangen. Nicht für jeden ist München das endgültige Ziel, viele Passagiere müssen müssen auch zu ihren Anschlußflügen. Und da wären rund 1,5 Stunden Busfahrt wohl recht oft sehr hinderlich. Sollte es tatsächlich zu einem Einstieg des Freistaates über eine Beteiligung des Münchner Flughafens in Memmingen kommen, könnten die Verluste von FMM wohl eher mehr oder weniger in der Bilanz von MUC aufgefangen werden. Aber egal ob es letztendlich zu diesem "Plan B" oder zu einer "Wirtschaftshilfe" kommt, die wesentlichsten Einschränkungen des Allgäu Airport wie z.B. fehlende Taxiways zu den Bahnköpfen, ein kleines Einzugsgebiet und ein extrem preissensitives Publikum bleiben.

unternehmer ( Gast )
Beiträge:

22.07.2014 15:36
#2 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Bin mal gespannt, ob die Option mit MUC klappt. Immerhin müssen da die Stadt München und die Bundesrepublik Deutschland dann die Hälfte bezahlen, denn zu 49 % gehört MUC den beiden.

Johann ( Gast )
Beiträge:

22.07.2014 15:42
#3 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Beim Flughafen Hof hat der Bay.-Staat bereits viele Millionen an Steuergeldern verschwendet. Herr Seehofer hat damals auch gesagt, man müsste etwas für denFlughafen Hof tun.
Das Ergebnis sieht man heute. Kein Flugverkehr mehr und Millionen von Euro in den Sand gesetzt.
Am Allgäu Airport wird genau das gleiche geschehen, wenn sich der Bay.-Staat finanziell daran beteiligen wird.
Gibt es keine rechtlichen Möglichkeiten um diesen Wahnsinn an Steuerverschwendung zu verhindern.
Die Politiker die solche Steuerverschwendung ermöglichen sollte man strafrechtlich belangen.

Silenzio Offline

Mitglied

Beiträge: 211

22.07.2014 22:46
#4 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Die Unternehmer könnten ja auch den Staat an ihren eigenen Betrieben beteiligen.
In Realität läuft es leider so, dass die Gewinne in die eigene Tasche geschoben werden und der Steuerzahler d.h. wir Alle für die Verluste aufkommen.
Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen.

Johann ( Gast )
Beiträge:

23.07.2014 14:17
#5 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Nächster Regionalflughafen
Zweibrücken - Er wäre nur einer von vielen Regional-Airports mit diesem Schicksal: Dem verschuldeten Flughafen Zweibrücken in Rheinland-Pfalz droht nach Ansicht von Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) die Insolvenz. Er rechne mit einer Rückforderung von Beihilfen durch die EU-Kommission von bis zu 56 Millionen Euro, sagte Lewentz am Dienstag in Mainz. Es gehe um Betriebsbeihilfen und Mittel für Infrastruktur und Marketing.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia habe eine negative Entscheidung angekündigt.

Mal sehen, ob beim Allgäu Airport der Bay. Staat noch einsteigen will?

Johann ( Gast )
Beiträge:

23.07.2014 19:44
#6 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Förderung des Bay. Staates für den Allgäu Airport

Rückzahlungsförderung der EU beim Flughafen Zweibrücken lt. Aussage Lewentz.
Bei den Geldern, die die EU-Kommission möglicherweise monieren wird, geht es nach Auffassung des Landes wohl um die Übernahme des Verlustausgleiches und Investitionszuschüsse. Auch direkte Marketing-Zuschüsse des Landes an Ryanair und TUIfly könnten beanstandet werden. Dann könnte die EU auch Rückzahlungen von den Airlines an das Land verhängen.
Es wird immer problematischer für die Förderung des Bay. Staates am Allgäu Airport.

naja ( Gast )
Beiträge:

24.07.2014 09:25
#7 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

immer mehr Regio Airports in oder am Rande der Insolvenz. die braucht eigentlich niemand und sollten endlich weg vom "Tropf".
Andere Nutzung ist sicherlich wirtschaftlicher und mehr Nutzen für die Allgemeinheit.

segelflieger ( Gast )
Beiträge:

24.07.2014 14:20
#8 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Hof, Altenburg, Cochstedt, Lahr, Schwerin, ... stehen im Moment ohne Flugverkehr da und wurden zu Verkehrsflughäfen umgewandelt doer verkauft und laufen dennoch nicht.
Kassel Calden und Lübeck spielen noch in einer anderen Liga. die wollen es noch nciht wahrhaben, dass nun das Ende da ist. Lübekc wurde inzwischen das dritte Mal verkauft....
Und dann gibt es Baden, Weeze, Hahn und MM. Die sind alle von Ryanair und anderen Billigfliegern abhängig. Die Billigflieger dentdecken gerade die großen Airports und lassen die kleinen im Stich.
Etablierte Regio-Airports wie Münster und Friedrichshafen leben auch nicht gut und seit der Invasion der Billieflieger auf den Billigplätzen etwas schlechter. Doch diese gewinnen im Moment Passagiere hinzu, da der Druck der Billigstflughäfen etwas nachlässt. Würden die Subventionen für die Billigstflughäfen eingestellt, dann könnten die eben erwähnten "normalen" Regioflughäfen ohne Subventionen leben.

Spiderman Offline

Mitglied

Beiträge: 150

04.08.2014 18:23
#9 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Ein Beitrag zu diesem Thema in der Rundschau vom 3.8., ab 6:29min:
http://www.br.de/mediathek/video/sendung...dschau-266.html

Johann ( Gast )
Beiträge:

05.08.2014 11:02
#10 RE: Freistaat will angeschlagenem Allgäu Airport helfen Zitat · antworten

Um diesen Wahnsinn zu verhindern sollten alle rechtlichen Maßnahmen ausgeschöpft werden.
Welche rechtlichen Möglichkeiten hat der Verein um diese Steuerverschwendung zu verhindern.
Welche Voraussetzungen muss der Allgäu Airport bringen um diese Beteiligung oder Zuschüsse zu erhalten?
Wer prüft diese Voraussetzungen?
Können unsere Politiker einfach so einen Millionenzuschuß genehmigen?

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