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Dieses Thema hat 54 Antworten
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Beiträge: 83

25.07.2013 22:17
Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Die Universität Augsburg hat eine im Auftrag des Allgäu Airport angefertigte Studie veröffentlicht, die sich mit der Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere am Allgäu Airport befaßt. Die Ergebnisse können z.B. auf airportzentrale.de und zahlreichen weiteren Websites nachgelesen werden. Hier nur soviel: Alle Incoming-Touristen sollen eine "zusätzliche" Kaufkraft von 150 Mio. Euro generieren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer soll 6,3 Nächte betragen (wir rechnen im folgenden mit 6,5 Tagen) und jeder Tourist soll im Schnitt 180 Euro pro Tag ausgeben.

Leider liegt uns die Studie nicht komplett vor. Daher wollen wir die Zahlen hier nicht weiter kommentieren, sondern einige Fragen aufwerfen, die sich bei genauer Betrachtung fast zwangsläufig stellen:

- In der ganzen Studie (oder dem, was bisher davon veröffentlicht wurde) ist keine Rede von der Anzahl der Incoming-Touristen oder deren Prozentsatz am gesamten Passagieraufkommen. Immerhin schafft eine einfache Rechnung Abhilfe:
150 Mio Euro / (180 Euro pro Pax und Tag * 6,5 Tage Aufenthalt) = 128200 Passagiere. Bezogen auf 2012 entspricht das einem durchschnittlichen Incoming-Anteil von 30%, was wir für eine eine sehr optimistische Annahme halten.

- Für die Studie wurden über 1000 Reisende befragt, lediglich 896 Fragebögen kamen in die Auswertung. Diese Befragung wird selbstredend als repräsentativ bezeichnet. Legt man wieder die oben errechneten 128200 Touristen zu Grunde, wurden ganze 0,7% interviewt.

- Ein sehr wesentlicher Knackpunkt ist, daß nicht untersucht (oder veröffentlicht) wurde, wieviele der Touristen ggf. auch mit anderen Verkehrsmitteln oder über andere Flughäfen ihre Reise angetreten hätten, wenn es den Allgäu Airport nicht gäbe. Für eine Studie, deren Ziel es war, „die direkte monetäre Wertschöpfung des Allgäu Airport und die regionale Verteilung der durch den Flughafen erzeugten Kaufkraftzuflüsse zu ermitteln“, ist so eine Gegenüberstellung unverzichtbar.

- Nochmal das gleiche Thema. "Ich glaube nicht, wenn es den Flughafen nicht geben würde, dass alle, die jetzt fliegen, zuhause im Garten ihren Urlaub verbringen und die Kaufkraft vor Ort bleiben würden."(Ralf Schmid) Das ist sicher richtig. Aber schon wenn die Hälfte der momentanen Outgoing-Passagiere ihren Urlaub z.B. in Bayern verbringen würden - und dieser Wert ist nicht unrealistisch - wären es etwa genau so viele wie Incoming-Touristen lt. obenstehender Rechnung, nämlich rund 30% am Gesamtaufkommen. Wobei von denen nur 75% in Bayern bleiben. Von einer "zusätzlichen" Kaufkraft, die durch den Allgäu Airport generiert werden soll, kann in keinem Fall gesprochen werden. Ein sicher nicht unerheblicher Teil der Touristen käme übrigens weiterhin - auch ohne FMM. Unterm Strich kommt wohl ein Nullsummenspiel heraus.

segelflieger ( Gast )
Beiträge:

25.07.2013 23:27
#2 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Ist doch prima... so einfach ist die Welt

Griechenland ist ein Urlaubsland und braucht wegen der Eurokrise mehr Kaufkraft. Wenn dort 100 Regionalflughäfen gebaut werden, haben die 15 Milliarden Euro an zusätzlicher Kaufkraft. Meine Bitte an die Regierung: Stoppen sie bitte die zahlungen nach Griechenland. Schicken si den Ralf Schmid hin, der baut für 15 Millionen Euro eine neue Startbahn, einen neuen Terminal, ein Parkhaus für 1.600 Autos, einige riesige Werfthallen, neue Vorfelder, ein neues ILS, ... Konnten wir ja im Planfeststellungsantrag lesen. D.h. 1,5 Milliarden einmalig ausgegeben und 15 Milliarden Euro jährlich eingenommen. Mit Regionalflughäfen lässt sich jedes touristische interessante Gebiet in eine Gelddruckmaschine verwandeln.

Ok, ich gebe zu das war ironisch.

19% Mehrwertsteuer... Herr Schmiiiiiiid. Hotels zahlen nur 7%. Sie wissen doch... da waren die zwei etwas größeren Parteispenden an die CSU und die FDP. Und übrigens ... Mehrwertsteuer wird nur auf Inlandsflüge erhoben. Wie viele Inlandsflüge haben wir im Moment... ach so ... wir haben ja gar keine. Aber wer zahlt dann 19% Mehrwertsteuer auf Tickets??????

Ach so... und 70% also gut doppelt so viele Touris wie reinkommen reisen dann aus. Macht dann also 350 Millionen Euro Kaufkraftabfluss, denn ohne Airport kommt man aus dem Allgäu ja genauso wenig raus wie rein.....
Ok, ich höre auf, sonst werde ich so niveaulos wie diese Studie durch die Presse dargestellt wird.....

naja ( Gast )
Beiträge:

26.07.2013 19:07
#3 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Ich frage mich gerade: "kann man "wissenschaftliche Studien" von Universitäten nun schon anfertigen lassen; mit Ausgang so wie der Auftraggeber das haben will?
Hammer..Hammer..Hammer...und nennt sich Dr. Klima. !!

Nun bin von der Uni Augsburg über die Qualität der Arbeit maßlos enttäuscht...Volksverdummung.

Silenzio Offline

Mitglied

Beiträge: 211

27.07.2013 22:52
#4 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Schon auf den ersten Blick sind einige Ungereimtheiten zu entdecken:

- Die Befragung wurde nur im Sommer von Mai bis Oktober 2012 durchgeführt, aber Sommer und Winterflugplan unterscheiden sich am Allgäu-Airport sehr stark. Die Befragung kann schon deshalb nicht repräsentativ sein.

- Im Jahr 2012 nutzten 867.375 Passagiere den Allgäu-Airport und nur 896 Fragebögen wurden ausgewertet das sind 0,1 % der Passagiere und damit extrem wenig für eine repräsentative Aussage.

- Die Befragung fand in einem Zeitraum von 6 Monaten statt und es wurden 896 Interviews ausgewertet. Das sind im Durchschnitt 5 pro Tag. Da vermutlich die Studenten aus Augsburg nicht täglich angereist sind, um nur 5 Befragungen durchzuführen, wurden die Interviews mit ziemlicher Sicherheit nur an wenigen ausgewählten Tagen durchgeführt, was große Zweifel aufwirft, ob die Daten repräsentativ sind.

- Es liegen keine Informationen vor, zu welchem Zeitpunkt genau und für welche Flüge die Befragung durchgeführt wurde. Die Schlussfolgerungen aus der Befragung lassen sich somit nicht nachprüfen, weil die Befragung vielleicht nur vor dem Abflug bestimmter Flüge stattfand. Am 19. Mail 2012, also während des Befragungszeitraums fand das „Finale dahoam“ zwischen FC Bayern München und Chelsea statt, die Fans die mit mehreren Flugzeugen angereist sind, haben laut Zeitungsmeldung gar nicht übernachtet, sondern sind nach dem Spiel mit Bussen zum Allgäu-Airport gebracht worden. Wäre interessant zu wissen, ob diese Fluggäste befragt wurden.

- Nur den Icomming-Anteil zu betrachten ist unseriös, weil der Outgoing-Anteil der Region Kaufkraft entzieht. Für eine gesamte Betrachtung ist die Summe aus Geldzufluss des Incomming-Verkehrs und Geldabfluss des Outgoing- Verkehrs zu berücksichtigen. Der Allgäu-Airport hat z.B. bereits damit geworben zum Shopping ins Ausland zu fliegen.

- Laut Artikel in der Memminger Zeitung vom 26. Juli 2013 liegen „für die Stadt Memmingen … keine konkreten Zahlen vor, wie viel Geld ein Fluggast dort ausgibt.“ Also wenn die Stadt, die dem Flugplatz ihren Namen gibt, nicht detailliert berücksichtigt wird, denn ist eine solche Studie unvollständig. Man kann nur vermuten, dass die Zahlen zu ungünstig aussehen und deshalb gezielt verschwiegen werden.

- In der Studie wird als Allgäu der Bereich bis Bad Waldsee, Bad Schussenried und Friedrichshafen bezeichnet, was sich der Professor aus Augsburg laut Zeitungsartikel selbst ausgedacht hat. Er zimmert sich den Begriff Allgäu so zusammen wie er ihn gerade braucht. Unter Region um den Flugplatz versteht man üblicherweise die Stadt Memmingen und das Unterallgäu. Das Allgäu im Sinn der Allgäu GmbH und der IHK ist der südliche Teil des Regierungsbezirks Schwaben.

- Die Studie wurde vom Allgäu-Airport in Auftrag gegeben, deshalb sind große Zweifel an der Neutralität angebracht. Es sieht für mich so aus, dass der Steuerzahler für den defizitären Flugplatz aufkommen soll und jetzt dafür der Boden bereitet wird.

Solche eine mangelhafte Studie als wissenschaftlich zu bezeichnen ist schon eine Frechheit, es ist wohl eher ein Gefälligkeitsgutachten. Wissenschaft muss ergebnisoffen forschen, aber beim Allgäu-Airport als Auftraggeber steht das Ergebnis vorher schon fest.

Silenzio Offline

Mitglied

Beiträge: 211

28.07.2013 10:38
#5 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

In einem Leserbrief in der Memminger Zeitung vom 27. Juli 2013 lobt ein Herr Ludwig B. aus Benningen den Allgäu-Airport und die Studie in den höchsten Tönen, dabei übersieht er, dass der Flugplatzbetreiber selbst die Studie in Auftrag gegeben hat und welche offensichtlichen Mängel die Studie hat.

Besonders schlimm finde ich den letzten Abschnitt des Leserbriefs in dem er den Kritikern des Flugplatzes rät "den Koffer zu packen und sich zu Fuß nach Irgendwo [zu] bewegen." Eine solche Einstellung gehört eher in eine Diktatur und ist mit der freiheitlichen demokratische Grundordnung in Deutschland nicht vereinbar!

segelflieger ( Gast )
Beiträge:

28.07.2013 11:39
#6 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

[quote=Silenzio|p33228978]

Besonders schlimm finde ich den letzten Abschnitt des Leserbriefs in dem er den Kritikern des Flugplatzes rät "den Koffer zu packen und sich zu Fuß nach Irgendwo [zu] bewegen." Eine solche Einstellung gehört eher in eine Diktatur und ist mit der freiheitlichen demokratische Grundordnung in Deutschland nicht vereinbar! [sad][/quote]


Dieses Argeument zeigt ziemlich deutlich, dass die Flughafenbfürworter keine sachlichen Argumente haben.

tempo ( Gast )
Beiträge:

28.07.2013 21:15
#7 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Ganz besonders interessant finde ich, dass mit abnehmender Fluggastzahl z.B. von 2010 auf 2011 über 15 % die Übernachtungszahlen in Memmingen um 5% steigen. Und 2012 steigen die Fluggastzahlen dann wieder um 14% und die Übernachtungszahlen sinken trotz Wallenstein um 1%.
Nach der Rechnung des Herrn Klima müsste der Allgäu-airport ja für mehr als die Hälfte der gut 120.000 Übernachtungen in MM verantwortlich sein und somit die Übernachtungszahlen maßgeblich beeinflussen, doch anscheinend ist dies überhaupt nicht der Fall.

Nein Danke Offline

Mitglied

Beiträge: 138

28.07.2013 23:15
#8 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Bei allen Ungereimtheiten müssen mal ein paar Aussagen etwas geradegebogen werden:
Wenn ich es nicht überlesen haben, beziehen sich die Aussagen zur Mehrwertsteuer nur auf die getätigten Ausgaben pro Aufenthalt. Vermeintliche MwSt.-Einnahmen auf Tickets waren nicht gemeint. Korrigiert mich, wenn ich mich irre.
870000 Passagiere in der Statistik sind real rund 435000 Personen, die den Airport genutzt haben. Da es in der Studie um die Incoming-Touris ging, macht es keinen Sinn, auch die Outgoing-Paxe in die Berechnungsgrundlage einzubeziehen. Daß deren Anzahl zumindest in den Veröffentlichungen nicht genannt wurde, ist auch im Eingangsposting kritisiert worden.

Interessant finde ich, daß die Studie "im Rahmen eines Kooperationsvertrages zwischen dem Allgäu Airport un der Uni Augsburg"* erstellt wurde. Kooperation zwischen dem Auftraggeber und -nehmer einer wissenschaftlichen Studie? Lt. Wikipedia ist Kooperation "das zweckgerichtete Zusammenwirken von Handlungen zweier oder mehrerer Lebewesen, Personen oder Systeme, in Arbeitsteilung, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen." So richtig nach unabhängiger Studie klingt das für mich nicht. Die Rechte an der Studie liegen übrigens beim Allgäu Airport.*

TV Allgäu hat zum Thema auch eine journalistische Meisterleistung abgeliefert. Unter www.tv-allgaeu.de/nachrichten/nachrichte...tik/art514,5980 ist zu lesen, daß die Passagierzahlen "seit 2010 wieder kontinuierlich ansteigen". Im Video (ab 2:31) wird zwar auch bemängelt, daß in der Studie nicht beleuchtet wurde, wie die Situation ohne FMM aussähe. Im unmittelbar darauf folgenden Satz werden die vorliegenden Zahlen aber als "belastbar" bezeichnet. Noch Fragen, Kienzle? Nein, Hauser, es ist alles gesagt.

* Diese Aussagen erhielt eines unserer Mitglieder von Dr. Klima auf die Bitte um Einsichtnahme in die Studie.

segelflieger ( Gast )
Beiträge:

29.07.2013 16:24
#9 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

[quote=Nein Danke|p33228981]Bei allen Ungereimtheiten müssen mal ein paar Aussagen etwas geradegebogen werden:
Wenn ich es nicht überlesen haben, beziehen sich die Aussagen zur Mehrwertsteuer nur auf die getätigten Ausgaben pro Aufenthalt. Vermeintliche MwSt.-Einnahmen auf Tickets waren nicht gemeint. Korrigiert mich, wenn ich mich irre.
870000 Passagiere in der Statistik sind real rund 435000 Personen, die den Airport genutzt haben. Da es in der Studie um die Incoming-Touris ging, macht es keinen Sinn, auch die Outgoing-Paxe in die Berechnungsgrundlage einzubeziehen. Daß deren Anzahl zumindest in den Veröffentlichungen nicht genannt wurde, ist auch im Eingangsposting kritisiert worden.

[/quote]

Die Ausgaben pro Aufenthalt beziehen wahrscheinlich die Reisekosten mit ein. Denn zu den Ausgaen für den Urlaub gehören ja auch die Reisekosten.

500 Euro für Übernachtungen, 270 Euro für Einkäufe, 164 Euro für Eintritte etc., da blieben dann noch 250 Euro für Verpflegung... also rund 40 Euro pro Tag. Vielleicht etwas viel... Obwohl, wenn man schon im !Durchschnitt! 161,60 euro pro Nacht im Doppelzimmer zahlt... dann sind 40 Euro für ne warme Mahlzeit vielleicht auch i.O. Wusste nur nicht, dass die Ryanair-Touris solche Genussmendschen sind, aber wahrscheinlich nezhmen die während des Flugs ein Betäubungsmittel. Aber letztendlich kommt es ja auf die paar euros für einen Ryanair-flug auch gar nicht an.
500 Euro für Übernachtungen und 250 Euro für Speisen wären dann trotzdem nur mit 7% besteuert.

In der Studie ging es um den Kaufkraftzufluss. Wenn ich oben mit einem kleinen Schlauch Wasser (Kaufkraft Incoming) in einen Eimer fülle und mit dem Ventil des kleinen Schlauchs auch den großen betätige der unten hinausgeht (Kaufkraft Outgoing), so wird der Eimer irgendwann leer sein. Den Herrn Schmid würde das zwar wundern, mich nicht.[smile]

Nein Danke Offline

Mitglied

Beiträge: 138

29.07.2013 18:22
#10 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Die Reisekosten an sich werden wohl meist im Ursprungsland anfallen. Aber egal: Leider können wir nur raten, welche Daten wie verwendet wurden. Da müßte man die ganze Studie kennen und nicht nur die veröffentlichten Ergebnisse. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, daß der Airport da was rausrückt. Eigentlich nicht blöd, sich die Rechte an der Studie zu sichern. Wären die Ergebnisse nicht positiv genug ausgefallen, wäre sie kommentarlos in der Schublade verschwunden. So aber können sie über alle erreichbaren Medien hinausgeblasen werden, in der Hoffnung, daß Otto Normalverbraucher zunächst der Mund vor staunen offen stehenbleibt und er dann laut "FMM for ever!" rufend eine Ryanair-Fahne schwenkt - ein paar "geringfügige" Widersprüche werden schon nicht auffallen. (Zumindest sinngemäß hat das ja schon in der Rubrik "Leserbriefe" der MZ stattgefunden ). Nachfragen über die Methodik kann man sich vom Hals halten, schließlich hat die Uni die Studie gemacht. Und die darf sich nicht äußern, weil sie ja die Rechte abgetreten hat.

User6 Offline

Gast

Beiträge: 2

06.08.2013 13:38
#11 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Unglaublich! Am Ende der Studie sollte es Schwarz auf Weiß stehen:" Interessenkonflikt: ja" Demnächst wird die ganze Allgäu Airport GmBHClique an der Uni Augsburg promovieren ; )))).

Silenzio Offline

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Beiträge: 211

09.08.2013 21:45
#12 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Dr. Klima aus Augsburg hat auch eine Diplomarbeit mit diesen Thema betreut:
"Strategische Positionierung von Flughäfen im Geschäftsfeld Luftfracht - mit Betrachtung des Flughafens Memmingerberg"

Alle Freunde des Allgäu-Airports sollen jetzt mal Aufwachen. Im Hintergrund laufen also schon Untersuchungen inwiefern sich der Flugplatz Memmingen für Frachtflug eignet!!!

http://www.geo.uni-augsburg.de/lehrstueh..._zulass_master/

Leise Offline

Mitglied

Beiträge: 175

09.08.2013 23:54
#13 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Hallo Silenzio,

nicht nur die Uni Augsburg beschäftigt sich mit dem Allgäu Airport. Auch die FH Biberach hat sich schon 2007 mit Diplom-Arbeiten bzw. Master-Abschlüssen zum Allgäu Airport beschäftigt. Das ist ein ganz normaler Vorgang.

http://www.schwaebische.de/home_artikel,...id,2030888.html

""Wir arbeiten sehr projektorientiert", sagt Krichenbauer. So hat der letzte Jahrgang für den Allgäuer Airport in Memmingen einige Projekte ausgearbeitet. "Was übernommen wird, erfahren wir noch", sagt ein Teilnehmer. Die Studenten haben in mehreren Gruppen Vorschläge erarbeitet. Zum Beispiel für ein Sicherheitssystem oder mehrere Varianten, wie man den Anschluss an das Straßennetz realisieren könnte."

Was daraus wurde, bzw. übernommen wurde sei jetzt mal dahin gestellt. Aber Sie wissen bestimmt immer mehr als ich. :-) Aber ich kann nur soviel sagen, das wass die heutigen Bauingenieure damals als Master-Arbeit gemacht haben, wird in ein paar Jahren umgesetzt.

Silenzio Offline

Mitglied

Beiträge: 211

10.08.2013 11:49
#14 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Es ist durchaus ein normaler Vorgang, wenn sich Hochschulen mit dem Allgäu-Airport beschäftigen und ich habe auch kein Problem damit. Mir fällt aber auf, dass an allen Hochschulen der Umgebung (Augsburg, Biberach, Kempten) der Flugplatz nur extrem positiv gesehen wird,ohne die geringste Spur von Kritik. Das erscheint mir doch sehr einseitig.

Wenn Studenten in Projekten und in Master-Arbeiten im Bauingenieurwesen eine Verkehrsplanung für den Allgäu-Airport machen, dann ist das für den Flugplatz sehr praktisch denn er bekommt das Ergebnis kostenlos oder sehr kostengünstig. Das ist auch eine Form der Subvention! Warum planen die Biberacher Bauingenieure nicht den Ausbau des Biberacher Verkehrslandeplatzes zum internationalen Verkehrsflughafen? Eigentlich müsste sich die Stadt Biberach um einen Flugplatz reißen, so viele Vorteile wie angeblich ein Verkehrsflugplatz bietet. Für die angehenden Bauingenieure gäbe es im Raum Memmingen viele wichtigere Projekte zu planen z.B. die Neutrassierung der maroden Straße von Dickenreishausen nach Kronburg.

Ich habe den Eindruck, dass Entscheidungen für Straßenbauprojekte in Memmingen und Umgebung hauptsächlich nach dem Kriterium getroffen werden, ob es dem Allgäu-Airport nützt oder nicht. Die Umgehungsstraßen von Benningen (bereits die zweite) wurde unter anderem gebaut, weil sie ein Flugplatzzubringer ist.

Wenn an Hochschulen Arbeiten zum Thema Frachtflug laufen, dann läuten bei mir alle Alarmglocken!

Benninger ( Gast )
Beiträge:

10.08.2013 13:07
#15 RE: Studie der Universität Augsburg zur Wertschöpfung durch Incoming-Passagiere Zitat · antworten

Da ist eines der größten individuellen Borniertheiten, um die Umgehung von Benningen erstens als Flughafenzubringer zu erklären und zweitens den Bau der Umgehungsstraße damit zu erklären.
Die Umgehungsstraße wurde einzig und allein dafür gebaut, um Benningen vom Durchgangsverkehr der täglich über 8.000 Autos zu entlasten.
Man müsste einfach mal die Antiairportbrille absetzen und sich mit Realitäten abfinden.
Der Airport ist nun mal von der hiesige Bevölkerung anerkannt und diese ist froh ihn zu haben.


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